St. Joseph,
Liebenzeller Str. 44, 71067 Sindelfingen
Nach der Kirche "Zur Hl. Dreifaltigkeit" ist St. Joseph die zweite nach dem Ende des 2. Weltkriegs 1945
erbaute katholische Kirche in Sindelfingen. Ihre Entstehung war begründet durch das sprunghafte Anwachsen der
Katholiken in Sindelfingen - hervorgerufen durch die Zwangseinweisungen vieler Flüchtlinge und Heimatvertriebene,
denen nach Kriegsende Sindelfingen zur zweiten Heimat wurde.
Nachdem im Juni 1956 der Bauplatz im Gebiet Schleicher erworben worden war, erfolgte am 25. September 1958 der
erste Spatenstich. Die Grundsteinlegung folgte am 30. November des selben Jahres. Mit der Einweihung der Kirche
am 1. Mai 1960 war auch gleichzeitig die Namensgebung verbunden: St.Joseph der Arbeiter. |
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Wenn man die Kirche zum ersten Mal betritt ist man fasziniert von der Größe und Weite des Raumes.
Architekt Paul Nagler hat mit seinem Entwurf einen "schönen inneren und äußeren Raumeindruck" erreicht,
wie es im Befund der Gutachter von 1958 heißt. Der Blick wird unweigerlich zum Chorraum mit dem Altar
geführt, der mit dem Tabernakel auf der rechten Seite und dem Altarfenster eine Einheit bildet.
Das große Fenster rechts der Apsis entstand nach dem Entwurf des Konstanzer Malers Maximilian Bartosz.
Es zeigt eine Station aus dem Leben des Hl. Joseph:
Wir sehen Joseph im Schlaf liegend, vom Engel berührt, der auf Maria weist und ihm gebietet, Maria zu sich zu nehmen.
Maria steht wartend daneben. Die obere Hälfte des Altarfensters wird geprägt vom strahlenden Lamm mit den sieben Augen,
die die sieben Geistesgaben Gottes darstellen, inmitten von vier Wesen, Symbol für die vier Evangelisten. |
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Neben dem Ambo auf der rechten Seite steht eine Skulptur des Kirchenpatrons, der Hl. Joseph,
dargestellt in Zimmermannskleidung und mit Axt.
Wenn wir den Blick weiter nach rechts schweifen lassen, sehen wir schließlich den Marienaltar und das Taufbecken.
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An der Rückfront der Kirche steht das fast vier Meter hohe dramatische Kreuz des leidenden Jesus.
Das Kreuz erfreut sich an diesem Platz allgemeiner Verehrung und stillem Bittgebet. Es ist ein Nachbild des
Gemäldes von Matthias Grünewald auf dem sogenannten "Isenheimer Altar" in Colmar.
Daneben und quasi unter dem Kreuz steht eine kleine Marienstatue, die von der ebenfalls in St. Joseph
beheimateten portugiesischen Gemeinde als Abbild der Fatima-Madonna geehrt wird. |
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